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Nano Energie Technik Zentrum, Duisburg

Rechenzentrum der Universität Duisburg-Essen mit erster EMV-optimierter Stromschiene auf dem Markt

Das Duisburger NanoEnergieTechnikZentrum (NETZ) ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum der Universität Duisburg Essen. In dem neuen Gebäude, das als Faradayscher Käfig ausgebildet ist, arbeiten seit Februar 2013 rund 120 Forscher aus Ingenieurwissenschaften, Physik und Chemie an einer übergreifenden wissenschaftlichen Fragestellung zur Entwicklung von Nanomaterialien für die nachhaltige Energietechnik.

Wegweisendes Projekt mit enormem Einsparpotenzial

Sensibler Bereich: Nano-Technik
Ob die Verwendung von Stromschienen in dem hochsensiblen Technikzentrum überhaupt möglich ist, wurde in der Planungsphase eruiert. Die Schienen wurden auf elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) getestet. Durch die bereits vorgeplanten Trassen innerhalb des Gebäudes mussten besonders raumsparende Stromschienen verlegt werden. Eine weitere Herausforderung: Die Feldstärke der Systeme durfte höchstens 0,003 μT = 30 nT betragen, um weder die Mikroskope noch die EDV-Systeme zu beeinträchtigen. Dadurch wird verhindert, dass Messwerte verfälscht oder aber die Datenübertragung gestört bzw. verlangsamt wird. Zum Vergleich: Die Deutsche Bahn nutzt für ihre Strecken Feldstärken von 330 μT.

ABH Stromschienen - der Konkurrenz überlegen
Tests vor Ort, bei denen verschiedene Anbieter von Stromschienenverteilern ihre Produkte vorstellen konnten, waren aufgrund der schwierigen EMV-Anforderungen zunächst nicht erfolgreich. Erst durch den KXA-Typ von ABH und EAE kam ein wichtiger Prozess in Gang, mit dessen Hilfe sich das geplante Stromschienenverteiler-System realisieren ließ.

ABH konnte mit einer guten Idee punkten: Durch die neue Anordnung der Leiter, bei dem zwischen den drei Außenleitern jeweils einen N-Leiter gelegt wird, werden ca. 90 Prozent weniger Magnetfelder erzeugt. Ein Durchbruch. Binnen eines Monats ließen ABH und EAE einen Prototyp des neuen Stromschienenverteiler-Systems produzieren. Anschließend erteilte die Universität Duisburg-Essen den gesamten Auftrag: Die Fertigung, Montage und Inbetriebnahme von KXA-Stromschienenverteilern.

ABH entwickelt erste EMV-optimierte Stromschiene auf dem Markt
Bei diesem Produkttyp ist die Einhausung aus Aluprofil gefertigt. im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern liegt zwischen den drei Phasen-Leitern jeweils ein N-Leiter. Durch diese beiden N-Leiter entsteht eine Querschnittverstärkung und Gegenpolung für nicht lineare Ströme. Die Folge: Die magnetischen Felder gleichen sich besser aus, weniger elektromagnetische Schwingungen werden erzeugt. Dafür sind u. a. auch die stromführenden Aluminiumleiter verantwortlich, die mit einer hochisolierenden Beschichtung ausgestattet und dicht verpresst sind. Neben der Entwicklung war das Unternehmen auch für die Montage und Inbetriebnahme verantwortlich. KXA ist das erste und bislang einzige EMV-gerechte Stromschienenverteiler-System auf dem Markt.